Südschweden - Teil 2

Spaziergang in Karlskrona

 

 
 
 

 

Wir übernachteten auf einem Parkplatz am Eingang eines Naturreservates auf der Halbinsel Sturkö, mit Blick auf Karlskrona in der Ferne. Abends genossen wir mal wieder einen herrlichen Sonnenuntergang in reizvoller Umgebung.

 

 
 
 



Das morgendliche Begrüßungekomitee!! Bin ich froh, dass mein Mann die morgendliche Gassi-Runde immer alleine übernimmt....

....bei diesem Anblick lauernder Kühe hätte ich die Flucht ergriffen!!!
Wandert man in Schweden durch die Nationalparks, hat man öfter solche Begegnungen.

Billy nimmt wie immer alles gelassen hin, Xena dagegen ist aus dem Bild gehuscht! ;o)

 

 

Ja ja, mit einem Zaun dazwischen sind wir mutig!

 

 

Nach diesem Spaziergang mit den außerordentlich neugierigen und nicht eingeplanten Vierbeinern ;o) verabschiedeten wir uns nicht nur von den Kühen, sondern auch vom Festland - unser nächstes Ziel war der Norden Ölands!

Bei Byerums Sandvik sind von der Brandung interessante Kalkfelsen aus dem Küstensaum modelliert, die sogenannten Raukar. Sehr sehenswert!

 

 
 
 



Schade dass man oft an den schönsten Plätzen nicht übernachten darf! Auch hier ist es ausdrücklich verboten.

Wir blieben eine Nacht auf dem großen Parkplatz vor dem Campingplatz Bödasand. Der Strand dort oben im Norden Ölands zählt zu den schönsten in Schweden!

 

 

Xena am Strand von Byxelkrok

 

 

Und nun zum nächsten Highlight: "Neptuns Acker"bei Byxelkrok. Ein großes Geröllfeld mit abgerundeten Steinen, die das Meer zurecht geschliffen hat. Es sind alte natürliche Strandwälle. Seinen Namen verdankt das Geröllfeld Linné, der die Gegend 1741 besuchte. Mit Hunden ist dort Vorsicht geboten, die Steine gehen nicht weiter so flach ins Wasser, wie es auf dem Foto den Anschein hat, sondern am Ende der Steine geht es sofort tief runter, könnte schwierig werden, wieder heraus zu kommen. Deswegen blieb Billy an der Leine. Xena blieb freiwillig bei uns, ihr war es wohl nicht ganz geheuer dort!

 
 
 

 

Unser letztes Ziel war "Trollskogen" ein faszinierender Zauberwald mit alten, vom Wind gezeichneten, efeuumrankten Kiefern und Eichen. Im Innern des Waldes findet man auch Steinhügelgräber und Reste von Verteidigungswerken.



 
 
 


Unsere letzte Nacht auf Öland verbrachten wir diesmal nicht vor, sondern auf dem großen und weitläufigen Campingplatz Bödasand, mit - wie man auf dem Bild gut sehen kann - viel Platz! Der lange Strand ist unterteilt in Hunde- und nicht Hundestrand. Zum Abschied machten wir noch einen ausgiebigen Spaziergang an diesem wunderschönen Strand - ich denke, er hat den Ruf der schönste Strand Schwedens zu sein verdient!

 
 
 
 
 
 

Und nun freuten wir uns riesig auf den Ausklang unserer Schwedenreise, ein paar Tage, die wir bei Freunden in Orrefors verbrachten. Orrefors liegt in Schwedens "Glasreich". Dieses seengesprenkelte, waldreiche Kerngebiet der Provinz Småland ist eine ideale Urlaubsregion für alle, die Ruhe, Entspannung und Natur suchen. Die falunroten Sommerhäuschen gehören ebenso unverzichtbar zu dieser Idylle wie das Boot am nächstgelegenen Seeufer. Hier sagen sich Elch und Hase gute Nacht.

Das Gebiet zwischen Kalmar und Växjö ist berühmt für seine Glasherstellung! Schon im 16. Jh. wurden die ersten Glasbläser aus Italien angeworben, die älteste noch heute betriebene Hütte ist die 1742 gegründete Kosta Glasbruck.

Der See in Orrefors

 
 
 

 

Auf dem großen Grundstück unserer Freunde durften wir campieren, danke nochmal dafür!!

 

Was zum Ausklang unserer Reise nun noch folgte waren die schwedischen kulinarischen Genüsse! Und wir bekamen Einblicke in schwedische Traditionen. Als erstes erlebten wir: Hyttsill

Hyttsill heißt ein typisches Essen, das im Sommer fast täglich in mehreren Glashütten angeboten wird. Ein rustikales leckeres Buffet, in dessen Zentrum der traditionelle, im Schmelzofen gebackene Hering steht, wird in einer Werkshalle aufgebaut, man sitzt an langen Holztafeln, schwedische Folkloremusik gibt es gratis dazu. Anschließend kann sich jeder der mag als Glasbläser betätigen. Hintergrund dieses Essens ist die Erinnerung an vergangene Zeiten, als die Glasbläser, die von weit her angereist sind und deswegen nicht jedesmal nach Hause konnten, ihre Abende zusammen in der Glashütte verbrachten und sich auch dort ihr Essen zubereiteten.

Dieses gute Essen war kaum verdaut, da folgte das nächste Highlight: Das traditionelle Krebse essen der Schweden! Die Flusskrebse werden mit Hilfe von speziellen Reusen, die mit Fischstücken bestückt werden, gefangen. Der Abend am Fluss selbst ist schon ein kleines Fest, mit Bier und Grill ;o) Zwischendurch werden immer mal wieder die Reusen aus dem Fluss gezogen und geleert, das vorletzte mal vor dem Schlafen gehen spät abends, das letzte Mal morgens sehr früh.

 
 
 

 

 

 

Ja, und dieses war dann unser letzter Abend vom Schwedenurlaub 2004! Frische selbst gefangene Krebse essen auf dem - mittlerweile traditionellen ;o) - Garagenfest von Orrefors!